Baladi

Weibliche Koketterie und Mutter des Raqs Sharqi

Die wörtliche Übersetzung des arabischen Wortes baladi bedeutet: ländlich. Der Baladi, aus dem sich der berühmteste Orientalische Tanzstil – der Raqs Sharqi – entwickelt hat, ist die beliebteste der volkstümlichen Varianten des Orientalischen Tanzes.

Beim Baladi handelt es sich um einen Tanzstil, der sich aus unterschiedlichen Rhythmen zusammensetzt, wie Malfuf, Saidi, Maksum, Wahda Kabira und Großem Masmudi. Der Raqs Baladi hat in der arabischen Welt seinen ursprünglichen Charakter behalten und ebenso die diversen Bräuche, die ihn umgeben.

Baladi ist ein typisch weiblicher Tanz, bei dem die Tänzerin ihrem Pu blikum den genauen Ablauf ihrer Bewegungen, egal ob von vorn, von der Seite oder von hinten demonstriert. Der Kontakt zum Publikum ist sehr wichtig. Die Koketterie des Baladi als zentrales Moment wird sehr weiblich und gefühlvoll umgesetzt. Geometrische Figuren und fließende Arabesken geben dem Baladi den Effekt von Beschaulichkeit und Ruhe. Es findet beim Baladi immer ein Wechselspiel zwischen Zurückhaltung und kraftvoller und frecher Koketterie statt.

Die Tänzerinnen tragen lange, durchgehende, wadenlange, aber figurbetonte Kleider. Um die Hüfte wird i.d.R. entweder ein Tuch oder ein Baladi-Gürtel getragen.

Baladi kann mit Requisiten (Zimbeln, Melaya, dünner Stock, Teller mit Kerze oder Leuchter auf dem Kopf balancierend) oder ohne getanzt werden.